Aktuelles aus dem Fachbereich

26.01.2016: Exkursion der Geo – Kurse auf erhöhtem Anforderungsniveau

Thema der Exkursion: Le Corbusier: Unité d'habitation, Typ Berlin

Am 26.01.2016 unternahmen die Geographie-Leistungskurse eine Exkursion zum Le Corbusier Haus auf dem "olympischen Hügel" am Rande des Grunewaldes.
Im Jahre 1953 beschloss der Senat von Berlin, eine internationale Bauausstellung - kurz "InterBau" genannt - im kriegszerstörten Hansaviertel zu veranstalten, um der Wohnungsnot der Nachkriegszeit mit neuzeitlichen Bauten internationaler Architekten zu begegnen.
Nachdem der Schweizer Architekt Corbusier nach herausragenden Villenbauten in den 20er Jahren und umfassenden Studien zum Städtebau, die u.a. in der Charta von Athen mündeten, in Marseille (1947-1952) und in Nantes-Rezé (1953-1955) zwei Unités d'habitation (Wohneinheiten) errichten konnte und damit einen revolutionären Beitrag zum Wohnungsbau der Nachkriegszeit abgeliefert hatte, war seine Mitarbeit bei der "InterBau" fast obligatorisch.
Die von Corbusier entwickelte Maßeinheit, der Modulor, erscheint uns heute eher fremd, da z.B. die Decken auf den Fluren sehr niedrig sind. Es sieht eher wie in einem Gefängnis oder Krankenhaus aus.
Die dreistündige Führung durch die Innenstrassen des Hauses hat sich auf jeden Fall gelohnt. (Text: A. Stein, teilweise von hier entnommen: http://www.corbusierhaus-berlin.de/index_verbotfewo.html, Bilder: A. Stein)

 



11.10.2015:  Fahrradexkursion der Geo – Kurse auf erhöhtem Anforderungsniveau

Thema der Exkursion: Gentrifizierung und Stadtentwicklung

Wir starteten unsere Fahrrad-Exkursion in der Kulturbrauerei mit einem Guide von Berlin On-Bike. Zuerst fuhren wir zum Mauerpark und schauten uns ein kleines Beispiel für Urban Gardening an. Während der nächsten Stopps betrachteten wir die Unterschiede zwischen den Stadtteilen Wedding und Prenzlauer Berg bezüglich der stadthistorischen Epochen und der dort lebenden Bevölkerungsschichten. Dass es uns allen im Prenzlauer Berg etwas besser gefallen hat, liegt offensichtlich an den durchsanierten Wohnvierteln im Zuge der Gentrifizierung. Im Wedding erkannten wir noch viele (fast) unveränderte Bauten aus der Industriellen Revolution, hier kostete der Quadratmeter Miete im Monat dann auch nur noch 5 Euro. Das komplette Gegenteil fanden wir fast am Ende unsere Exkursion in der Nähe vom Gendarmenmarkt, hier kostete ein Haus nicht unter 6 Millionen Euro.
Kurz bevor die Tour zu Ende ging, fing es an zu regnen und wir waren alle froh, dass wir es bis dahin trocken hatten. Abschließend ist noch zu sagen, dass ich natürlich nur für die Leute sprechen kann mit denen ich mich unterhalten habe (nicht alle), aber ich glaube den Anderen hat es auch Spaß gemacht. (Text: Simon Block; Bilder A. Stein)