Schülerzeitung "STATEMENT"

Die Schülerzeitung des A.-S.-Puschkin-Gymnasiums „STATEMENT“ erscheint ungefähr alle zwei Monate. Mitmachen kann jeder von der 7.-12. Klasse.
Im Vordergrund stehen natürlich Themen, die die Schule betreffen, Events, aber auch Spaß und andere, außerschulische Dinge. Um die Schüler an der AG teilhaben zu lassen, beinhaltet jedes Schülerblatt auch eine Umfrage, die jeder Schüler ausfüllen und abgeben kann.
Falls du Interesse an der AG hast, dich aber nicht unbedingt verpflichten willst, jedes Mal einen Artikel zu schreiben und beizutreten, kannst du auch gerne einen „Gastartikel“ schreiben. Wende dich dafür am besten an eines der AG-Mitglieder, die du jeden Freitag um 13.00 Uhr im Computerraum 304 finden kannst oder die zuständigen Lehrer Herr Luber und Frau Zollfrank. Wir freuen uns auf eure Ideen und Kreativität.




Vom Rumballern und sich Verausgaben
 

Wer sich mal so richtig ausgiebig verausgaben will, nimmt am besten an einer Ausgabe teil.

Noch besser an einer Zeugnisausgabe.

Am allerbesten aber an der Abitur-Zeugnisausgabe des Alexander S. Puschkin Gymnasiums, welche dieses Jahr am 29.06. in der Turnhalle der Schule stattfand.

 

   
   

Die diesjährigen Abiturienten und Abiturientinnen hatten sich gemäß dieser festlichen Veranstaltung ordentlich in Schale geworfen und versammelten sich rege schnatternd im Foyer, um auf ihren gemeinsamen Einzug[1] in die Turnhalle zu warten.

Doch bevor es endlich losgehen konnte, wurde für das alljährliche Absolventenfoto Stellung vorm Eingang der Schule bezogen.

Der Fotograf thronte bereits oben auf seiner Leiter… nur noch rasch durchgezählt…und die Feststellung, dass, wie sollte es anders sein, doch noch nicht alle anwesend sind.

Während niemand so recht sagen konnte, wer denn jetzt eigentlich noch fehlte, begann der Fotograf mit den ersten Probeschüssen[2], die gelegentlich von der hysterisch ausgestoßenen Bemerkung „WIND!“ unterbrochen wurden – ausgehend von einem Mädchen in dem verzweifelten Versuch, die Haarpracht an Ort und Stelle zu halten.

 

Nachdem nach und nach die Fehlenden unter lautem Gelächter (denn es waren die üblichen Verdächtigen) eingetroffen waren, konnte es endlich losgehen.

Genauer gesagt konnten wir endlich losgehen – hinein in die Turnhalle voller Lehrer, Eltern und co.

Einem feierlich-bedächtigen Schreiten folgte das kollektive Hinsetzen. Sogleich griff jedermann nach dem auf dem Stuhl vorgefundenen Programm-Flyer (hauptsächlich, um ihn als Fächer zu missbrauchen) und die Zeremonie konnte beginnen.

Zunächst hielt der Schulleiter höchstpersönlich eine Begrüßungs- und zugleich Abschiedsrede, die noch einmal einige Highlights der Schulzeit in Erinnerung rief.

Dann folgten diverse, stets frenetischen Jubel erzeugende Auftritte der Percussiongruppe der Musikschule Hennigsdorf, zu welcher sich auch drei unserer Abiturienten zählen durften und die berührende Rezitation eines selbstgeschriebenen Poetry-Slam-Textes von Parmis Zahedi aus der 10. Klasse.

Und dann endlich war es soweit: Die Schüler der einzelnen Tutorien wurden nacheinander auf die Bühne gebeten, um ihr Abiturzeugnis entgegenzunehmen. Der Moment, auf den man nun zwölf Jahre lang mehr oder weniger intensiv hingearbeitet hatte, war endlich gekommen. Und Stolz und Zufriedenheit standen so manch einem Schüler ins Gesicht geschrieben.

Anschließend wurden die besten drei Absolventen noch einmal extra durch den Förderverein geehrt (Lilly Ruge: 1,0; Josie Beirau und Julia Nerusch: 1,1).

Den Abschluss der Feierstunde bildete die Dankesrede der Abiturienten (geschrieben und gehalten von meiner Wenigkeit), die noch einmal mit einem Zwinkern Einblick in den Schulalltag gewährte. Insgesamt war es eine kurzweilige Veranstaltung, der noch so einige Gespräche, viel Gelächter und vor allem Glückwünsche und Fotos folgten.

Und vor allem die Mädchen waren erleichtert: Niemand war mit den Absätzen in der berüchtigten Loch-Treppe steckengeblieben und die meisten hatten auch noch ein zweites Kleid für die Zeugnisausgabe gefunden, sodass das Abiballkleid auch erst am Abiballabend präsentiert werden konnte.

 

Ausgerichtet wurde der Ball einen Tag später, am 30.06.2018, im Nostalgie-Festsaal in Spandau.

Nachdem man sich begrüßt und ausgiebig bewundert hatte, konnte an einem der vielen Tische Platz genommen werden. Nach einigen Programmpunkten wie einer Rede und einigen musikalischen Beiträgen wurde dann endlich das Buffet eröffnet.

Auch ein Jahrgangsfoto wurde noch einmal aufgenommen. Diesmal auch im richtigen Abiball-Outfit.

Den ganzen Abend über hatte man noch ein letztes Mal so richtig die Chance, mit allen Freunden und deren Familien oder auch den anwesenden Lehrern zusammenzusitzen und zu lachen und zu reden, während im Hintergrund Musik und ein Film mit Fotos aus den letzten Jahren liefen. Denn wer weiß, wann man sich so das nächste Mal wiedersieht?

Im späteren Verlauf des Abends wurde dann das Tanzparkett gestürmt oder alternativ das frisch ausgeteilte Abibuch begutachtet.

 

Alles in allem war es also ein wunderschöner Abend und ein letzter Moment des Zusammenseins, der wohl nicht so schnell vergessen wird.

 

In diesem Sinne: Auf ein baldiges Wiedersehen!

 

Josie Beirau

 



[1] Mit Einzug ist an dieser Stelle das kollektive Hereinschreiten und nicht das häusliche Niederlassen gemeint

[2] Mit Schüssen ist an dieser Stelle das Aufnehmen von Fotos und nicht das wahllose Rumballern mit Waffen

  gemeint